München. Durch die Abwrackprämie wird sich die Zahl der Opel- und Ford-Modelle auf deutschen Straßen deutlich reduzieren. Die angeschlagene deutsche GM-Tochter erreichte zwar bislang einen Anteil von 10,4 Prozent an allen durch die Umweltprämie angeregten Verkäufen. Allerdings wurden fast doppelt so viele Opel-Modelle (19,4 Prozent) für die staatliche Beihilfe stillgelegt. Ein ähnlich negatives Ergebnis erreichte Ford. Den Verschrottungen (13,24 Prozent) stehen 7,95 Prozent Prämien-Verkäufe gegenüber. Dies geht aus einer aktuellen Statistik des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor, die der Automobilwoche vorliegt.
Absoluter Spitzenreiter bei den Stilllegungen (22,75 Prozent) ist zwar Volkswagen, allerdings erreichte der Wolfsburger Konzern mit 14,2 Prozent auch den höchsten Anteil aller Hersteller an den durch die Abwrackprämie geförderten Verkäufen. Zugleich gehört die tschechische VW-Tochter Skoda zu den Profiteuren der Zuschüsse. Lediglich 0,65 Prozent Skoda-Modelle werden stillgelegt, mit Umweltprämie verkauft wurden aber insgesamt 7,4 Prozent. Ähnlich gut schneidet auch der koreanische Autobauer Hyundai ab. Nur ein Prozent seiner Modelle wanderte in die Schrottpresse, dafür entfielen aber fast acht Prozent (7,76) aller gestützten Neuwagenverkäufe auf den koreanischen Hersteller.