Berlin. Den freien Welthandel und die Bedeutung der globalisierten Autoindustrie hat Volker Lange, Präsident des Verbandes der Internationalen Kfz-Hersteller, beim dritten Automobilwoche-Kongress in Berlin beschworen. Mit Blick auf ähnliche Tendenzen bei der Ölkrise im Winter 1973 warnte Lange vor Protektionismus, wie er im Krisenjahr 2009 von Gegnern der Umweltprämie ("Deutsche kauft deutsch“) geäußert wurde. "Von der Globalisierung der Autoindustrie profitieren alle“, unterstrich Lange.
Insbesondere Deutschland sei auf den zunehmenden internationalen Handel "existenziell“ angewiesen. So wurden 2008 hierzulande rund 1,6 Millionen Fahrzeuge importiert und vier Millionen Autos gingen in den Export. Rund 75 Prozent der hierzulande produzierten Fahrzeuge sind für andere Märkte bestimmt. 2008 lag das Pkw-Exportvolumen bei 89,4 Milliarden Euro – und damit dreimal so hoch wie das der importierten Autos (28,3 Milliarden Euro). Den Prozess der Internationalisierung hält Lange für unumkehrbar: "Alle großen Marken auf der Welt müssen international aufgestellt sein“. Daher seien alle Marken – auch die kleineren – auf die internationalen Märkte und den globalen Handel angewiesen.