Wolfsburg. Der neue VW Polo soll nach dem Willen des Volkswagen-Managements technologisch eine Vorreiterrolle in seiner Klasse übernehmen. So haben die Entwickler des Kleinwagens unter anderem viel Energie darauf verwendet, fünf Sterne nach der neuen, strengeren und umfassenderen Euro-NCAP-Wertung zu erreichen. Dazu tragen auch zahlreiche Innovationen der internationalen Zulieferindustrie bei. Um die Realisierung des gesteckten Ziels zu gewährleisten, wurde die Strukturfestigkeit der Fahrzeugkarosserie erhöht. Allein im Bereich des Fußraums konnte das Ausmaß der Deformation bei einem Frontcrash um 50 Prozent gesenkt werden. Im Falle eines Seitenaufpralls liegt der sogenannte Intrusionswert um 20 Prozent unter dem des Vorgängermodells, versprechen die Wolfsburger.
Einen Beitrag zu diesen Verbesserungen leisten beispielsweise die Krefelder IAC Group mit Abschottungsteilen für die Karosserie und der Zulieferer Benteler, der neben den Stoßfängern auch die A- und B-Säulen beisteuert. Hohe Karosserie-Steifigkeit Das sauerländische Familienunternehmen Kirchhoff liefert unter anderem das Knotenteil für die C-Säule und verschiedene Trägerelemente, für die Dämpfung der äußeren Stirnwand ist der Zulieferer Borgers verantwortlich. Darüber hinaus setzt der Autohersteller zum Schutz der Passagiere auf einen Airbagverbund. Der Zulieferer Takata-Petri steuert den Fahrer- und Kopfairbag bei, während vom schwedischen Unternehmen Autoliv die Seitenairbags sowie die Sicherheitsgurte und die vorderen Gurtschlösser stammen. Das Antiblockiersystem wiederum kommt von Bosch.
Auch für den Komfort im neuen Polo haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen. Die Klimaanlage beispielsweise wird durch ein reaktionsschnelles Sensorgebläse des Zulieferers EBM-Papst geregelt. Die Verbreitung solcher automatisch geregelten Klimaanlagen nimmt rasant zu – sie werden schon bald zum Standard werden. Die Liste der Lieferanten im Motorenbereich liest sich wie das Who’s who der Branche. Um den Kraftstoffverbrauch der Motoren zu zügeln, setzt VW bei den drei angebotenen Diesel-Aggregaten auf Turbo-Direkteinspritzer. Dabei wird erstmals im Polo eine von Continental stammende Common- Rail-Einspritzung verbaut. BorgWarner liefert die Turbolader, Federal-Mogul Kolben und Kolbenringe, Beru die Glühkerzen. Mahle aus Stuttgart wiederum steuert ebenfalls Kolben und andere Motorenkomponenten wie Ventile, Gleitlager und auch das Luftansaugmodul bei. Aus der Produktion von Freudenberg kommen unter anderem Ventilschaftabdichtungen und Simmerringe.