Stuttgart. Der Kolben- und Motorenkomponentenhersteller Mahle wird nach Angaben von Heinz K. Junker, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, das Umsatzniveau des Jahres 2007 in etwa halten können. 2007 hatten die Stuttgarter knapp 5,1 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Noch im ersten Halbjahr 2008 hatte Mahle ein Plus von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht. Genaue Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr werden Ende des Monats bekannt gegeben.
Von der Krise in der Automobilindustrie ist das Kolbenwerk in Alzenau am stärksten betroffen. Ende Juni soll dort die Produktion auslaufen, wodurch rund 420 Arbeitsplätze wegfallen. Auch bei den anderen Mahle-Werken in Deutschland müssen sich die Beschäftigten auf neue Rahmenbedingungen einstellen. Unternehmenschef Junker hält eine Verlängerung des 2005 geschlossenen Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrags „mit gleichen Konditionen für alle Werke im Moment für kritisch“. Je nach wirtschaftlicher Entwicklung werde es ab 2010 „möglicherweise standortbezogene Regelungen“ geben.