Hamburg. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn hat im Rahmen einer zur internen Information des Managements kurzfristig anberaumten Sonderveranstaltung am vergangenen Donnerstagnachmittag (30. 7.) erste Eckdaten der anstehenden Verschmelzung von VW und Porsche zu einem "integrierten Automobilkonzern" präsentiert. Überdies gab Winterkorn vor rund 700 Führungskräften, die sich im hermetisch abgeriegelten "Mobile Life Campus" von Wolfsburg versammelt hatten, eine Reihe persönlicher Einschätzungen der Causa VW/ Porsche preis. Hintergrund seines mit Spannung erwarteten Auftritts ist die seit Monaten wachsende Verunsicherung im VW-Management im Zuge des langwierigen Machtgerangels zwischen VW und Porsche über die Grundzüge der neuen Auto-Allianz.
Nach der grundsätzlichen Einigung aller Streitparteien feile nun, so Winterkorn, VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch, dem unter anderem die Juristen des Hauses unterstehen, "gemeinsam mit allen Beteiligten" an einem "Konzept für die Eckpunkte des integrierten Konzerns". Mit Hochdruck werde derzeit die sogenannte Due-Diligence vorangetrieben, die systematische Prüfung von Unternehmen und Bilanzen als Fundament für eine Grundlagenvereinbarung zwischen Volkswagen und Porsche. Über diese werde der VW-Aufsichtsrat am Donnerstag, 13. August, befinden. Als "grundsätzliche Linie" sei geplant, dass sich der VW-Konzern sukzessive am operativen Geschäft von Porsche (Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft), beteiligen werde. Am Ende solle die Verschmelzung der übergeordneten Porsche Automobil Holding SE mit der Volkswagen AG zu einem neuen Konzern erfolgen, was sich nach Winterkorns Einschätzung bis 2011 hinziehen könne. Der 62-jährige VW-Lenker wörtlich: "Ich persönlich hoffe jedoch, dass wir das schneller hinbekommen“.