Shanghai. Der Sportwagenbauer Porsche hat sich im Rahmen der Weltpremiere seiner neuen Modellreihe Panamera in der chinesischen Hafenmetropole Shanghai trotz international widriger Bedingungen für die Fahrzeugindustrie erneut zum seit Langem prognostizierten Absatzpotenzial des Oberklassefahrzeugs bekannt: "An unserem erklärten Ziel, von diesem Modell über den gesamten Lebenszyklus hinweg im Durchschnitt mindestens 20.000 Einheiten abzusetzen, halten wir trotz der derzeit widrigen Umstände unbeirrt fest", sagte Vertriebs- und Marketingvorstand Klaus Berning, der den krankheitsbedingt kurzfristig fehlenden Porsche-Lenker Wendelin Wiedeking bei der Veranstaltung im World Financial Center vertrat (Automobilwoche berichtete).
Auf Anfrage von Automobilwoche und mit Blick auf die anhaltende Autokrise allerdings relativierte Wolfgang Porsche, ein Enkel des legendären Firmengründers Ferdinand Porsche und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Porsche Automobil Holding, die vielen Branchenkennern inzwischen als recht anspruchsvoll geltende Vorgabe erstmals: "Unser Panamera wäre auch noch mit 18.000 Einheiten pro Jahr ein großer Erfolg", so Porsche. "Die Zahl 20.000 haben wir formuliert, als die Auto-Welt noch rundum völlig in Ordnung war". Die Frage von Automobilwoche, woher das Stuttgarter Porsche-Management angesichts weltweit rückläufiger Pkw-Verkäufe in Sachen Panamera die unveränderte Zuversicht beziehe, parierte Wolfgang Porsche mit einer Gegenfrage – inklusive selbst gegebener Beantwortung: "Sind Sie das Auto schon gefahren? Wer wie ich dieses Vergnügen bereits hatte, wird am Markterfolg unseres neuen Typs nicht ernstlich zweifeln können".