München. Beim französischen Zulieferer Faurecia wird derzeit verstärkt der Ausbau des Forschungs- und Entwicklungszentrums in Bavans vorangetrieben. "Wir integrieren dort das benachbarte Entwicklungszentrum in Beaulieu, um die Verzahnung zwischen Grundlagenentwicklung und Kundenprojekten deutlich zu verbessern“, erläutert Frederic Lüder. Der Manager ist europäischer Entwicklungsleiter der Konzerntochter Faurecia Emissions Control Technologies, zu der insgesamt 7000 Mitarbeiter zählen. Damit entsteht in Bavans ein Zentrum mit 340 Mitarbeitern. Ziel der Franzosen ist es, der Weltmarktführer für Technologien zur Emissionskontrolle zu werden. Mit der
Anfang November bekannt gegebenen Übernahme des US-Konzerns Emcon Technologies wird Faurecia die Nummer eins auf dem Weltmarkt für Abgaskontrollsysteme. Die neu entstehende Einheit aus Faurecia Emissions Control Technologies und Emcon erreicht einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro mit Abgassystemen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Die Akquise wird noch von den Kartellbehörden verschiedener Länder geprüft. Große Wettbewerber der Franzosen sind das US-Unternehmen Tenneco und Eberspächer. Für Lüder spielt die Übernahme des US-Wettbewerbers eine wichtige Rolle, um von Otto- und Dieselmotoren bis hin zu möglichen Hybrid-Anwendungen die richtigen Antworten im Bereich Abgasanlagen zu haben.