Der VW-Konzern hat im ersten Quartal nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters in seinen Kernmärkten gut verkauft und möglicherweise bereits den japanischen Rivalen Toyota beim Fahrzeugabsatz überholt. In den folgenden Quartalen könnte sich die Reihenfolge aber wieder umkehren, hieß es. Der deutsche Konzern mit seinen neun Pkw- und Nutzfahrzeugmarken hat sich vorgenommen, bis 2018 zum weltgrößten Hersteller zu werden - ein Ziel, das in der Branche mit Skepsis aufgenommen wurde.
VW profitierte dem bericht zufolge in den ersten drei Monaten 2009 von der Abwrackprämie und anderen staatlichen Hilfsmaßnahmen in den drei Märkten China, Deutschland und Brasilien, in denen der Konzern im vergangenen Jahr 44 Prozent seines Absatzes gemacht hat. Toyota dagegen bekam in seinen wichtigsten Märkten die Rezession zu spüren: In den USA brach der gesamte Autoabsatz im ersten Quartal um 38 Prozent ein, in Japan um 24 Prozent.
In den ersten drei Monaten des Vorjahres lag Toyota mit 2,41 Millionen verkauften Autos noch klar vor VW mit 1,57 Millionen. Für das erste Quartal 2009 hat Toyota noch keine Verkaufszahlen genannt, seine Schätzungen für die Auslieferungen allerdings liegen mit 1,23 Millionen um 47 Prozent unter dem Vorjahreswert. VW hat für das Gesamtjahr zwar auch einen weltweiten Absatzrückgang von zehn Prozent prognostiziert - allerdings könnte die staatlich angefachte Sonderkonjunktur in Deutschland und China diesen Trend überlagert haben.
Die Verkaufszahlen der großen Autohersteller für das erste Quartal werden im Laufe der kommenden Woche erwartet.