Köln. Nach jahrelangen Verlusten will die Toyota-Tochtermarke Lexus in Deutschland endlich schwarze Zahlen schreiben. "Bis Ende 2012 wollen wir den Breakeven erreichen“, sagt Deutschland-Chef Ulrich Selzer. Dazu muss der Absatz deutlich steigen, denn die derzeit 40 Lexus-Händler in Deutschland können den Vertrieb nicht auf Dauer als Zuschussgeschäft betreiben. Vor Kurzem startete Selzer deshalb das Programm "43m“, das Lexus Deutschland in 43 Monaten deutlich voranbringen soll. An jedem Händlerstützpunkt sollen wesentlich mehr Neufahrzeuge verkauft werden. Statt zuletzt durchschnittlich 83 Autos soll diese Zahl bis Ende 2012 "dreistellig“ werden, so Selzer. Intern heißt es, dass sich der Lexus-Chef sogar ehrgeizige 250 Fahrzeuge pro Jahr und Händler zum Ziel gesetzt hat. Zudem soll das Programm dafür sorgen, dass Lexus in Deutschland zur unumstrittenen Nummer eins bei der Kundenzufriedenheit wird.
In den USA zumindest heimst die Marke seit Jahren Spitzenbewertungen bei Service und Zuverlässigkeit ein. Über nationale Verkaufsziele rede er nicht, sagt Selzer zwar. "Unser Ziel ist es, eine authentische und glaubwürdige Automarke aufzubauen.“ In einem Nebensatz gibt er die Zielmarke aber doch noch vor: Langfristig will er fünfstellige Absatzzahlen erreichen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: 2008 verkaufte Lexus in Deutschland 4329 Fahrzeuge. Auch Lexus spürt die Wirtschaftskrise, räumt Selzer ein. In der Krise sieht er aber auch eine Chance für die japanische Luxusmarke: "Marktanteile und Markenimages werden derzeit neu verteilt. Und die deutschen Premiumhersteller sind mit ihrem gewachsenen Volumen oft nicht mehr in der Lage, den Service zu garantieren, den ihre Kunden eigentlich erwarten.“