Flensburg. Auch im September haben die deutschen Premiumhersteller die Wende am Heimatmarkt nicht geschafft. Besonders deutlich fiel der Absatzrückgang bei Audi aus. Die Ingolstädter kamen auf 27,8 Prozent weniger Neuzulassungen. In den Monaten zuvor hatte sich Audi vergleichsweise gut gehalten, sodass für die ersten neun Monate des Jahres ein Minus von nur 4,2 Prozent zu Buche steht. BMW/ Mini erzielten im September ein Zulassungs-Minus von 16 Prozent. Mercedes profitierte von der neuen E-Klasse und kam auf einen Rückgang von 8,4 Prozent. Porsche lag als einziger deutscher Premiumhersteller im Plus - mit 15,7 Prozent. Einen Überblick über die Entwicklung bei allen Marken finden Sie unter diesem Beitrag im PDF "KBA September 2009".
Die Auswirkungen der Anfang des Monats ausgelaufenen Abwrackprämie sorgten bei den meisten Volumenherstellern dagegen für weiter steigende Neuzulassungszahlen. Unter den deutschen Marken verzeichnete Marktführer VW 45,8 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahresmonat. Opel legte um 35,3 Prozent zu, Ford kam auf ein Plus von 25,6 Prozent. Die tschechische VW-Tochter Skoda steigerte ihre Neuzulassungen um 59,4 Prozent.
Die Abwrackprämie half in den ersten neun Monaten des Jahres vor allem Ford, VW und Opel. Mit Zuwächsen zwischen 32 und 39 Prozent bei den Neuzulassungen konnten die drei einheimischen Hersteller ihren Absatz überdurchschnittlich steigern. Insgesamt nahmen die Neuzulassungen um 26 Prozent auf knapp drei Millionen Autos zu. Mercedes (minus 17 Prozent), Porsche (minus 10 Prozent) und BMW/Mini (minus 9 Prozent) erlitten Absatzverluste in Deutschland. Auch Audi lag mit 4,3 Prozent im Minus.