Frankfurt am Main/Osnabrück. Nach intensiven Bemühungen ist es dem vorläufigen Insolvenzverwalter Ottmar Hermann gelungen, die ausstehenden Löhne der Mitarbeiter von Karmann zu zahlen. "Ich freue mich für die Mitarbeiter, dass sie nun ihr Geld für ihre Arbeit erhalten und der damit unglückliche Zustand der Ungleichbehandlung aufgehoben ist“, erklärte Hermann. Die Löhne für den Monat März waren im Gegensatz zu den Gehältern der Angestellten nicht mehr ausgezahlt worden, da die ausführende Bank die Auszahlung wegen des drohenden Insolvenzantrags gestoppt hatte. Nun wird sich Hermann weiter bemühen, dass auch das Insolvenzgeld für die Monate April, Mai und Juni gesichert ist. Hierzu führt er zur Zeit Gespräche mit der Bundesagentur für Arbeit und den Banken.
Unabhängig davon beschäftigt die geplante Schließung des Bereichs Fahrzeugbau beim Automobilzulieferer und Cabrio-Spezialisten das Arbeitsgericht in Osnabrück. Dort sind nach Angaben eines Sprechers bis Freitag 800 Kündigungsschutzklagen eingegangen. Er bestätigte damit einen Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Karmann hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet. Die Kündigungen waren jedoch vor der Zahlungsunfähigkeit ausgesprochen worden.