Neckarsulm. Als Reaktion auf die Forderung des Markts nach verbrauchsgünstigen und emissionsarmen Fahrzeugen haben die Zulieferer KS Kolbenschmidt und Metaldyne, Tochterunternehmen des japanischen Konzerns Asahi Tec, eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Eine wechselseitige Beteiligung der Unternehmen ist jedoch nicht vorgesehen. Beide Zulieferer operieren in der beschlossenen Kooperation als gleichrangige und unabhängige Partner, heißt es in einer Erklärung. Ziel der Zusammenarbeit ist die gemeinsame Entwicklung und Vermarktung von Kolbenmodulen.
Im Rahmen dieser Allianz werden beide Unternehmen gemeinschaftlich leistungs-, gewichts- und reibungsoptimierte Komponenten und Kolbensysteme entwickeln und vertreiben. Bislang wurde dieser Teil der Motorenentwicklung von den Fahrzeugherstellern direkt betreut. Doch das Unternehmen aus Neckarsulm registriert bei den OEMs einen zunehmenden Trend, diese Aufgaben an Zulieferer mit langjähriger Entwicklungskompetenz zu übertragen. Rainer Fluhr, Vorsitzender der Geschäftsführung von KS Kolbenschmidt, sieht gute Perspektiven für Aufträge: „Teilweise bieten Zulieferer den Fahrzeugherstellern in der Tiefe spezielle Kompetenzen.“
KS Kolbenschmidt mit seinen 6000 Mitarbeitern hält eigenen Angaben zufolge bei Ottomotoren einen Anteil von 21 Prozent am weltweiten Kolbenmarkt. Metaldyne ist mit rund 40 Millionen Stück Jahresproduktion die Nummer eins für sintergeschmiedete Pleuelstangen. „Beide Unternehmen kennen sich bereits von Lieferantenbeziehungen auf dem nordamerikanischen Markt“, erklärt Fluhr.