Stuttgart. Porsche ist mit einem Absatz- und Umsatzplus in das im August begonnene neue Rumpf-Geschäftsjahr (endet am 31.12.) gestartet. "Bisher liegen wir bei Absatz und Umsatz über den Vergleichsmonaten des Vorjahres", sagte der neue Chef der Porsche AG, Matthias Müller, am Dienstag in Stuttgart. "Das zeigt einmal mehr: Porsche fährt wieder auf Wachstumskurs." Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Sportwagenbauer mit 7,8 Milliarden Euro den höchsten Umsatz seiner Unternehmensgeschichte eingefahren. Der Absatz von Sport- und Geländewagen war um 8,8 Prozent auf 81.850 Fahrzeuge gestiegen.
Die für das kommende Jahr geplante Verschmelzung von Porsche und Volkswagen allerdings droht sich zu verzögern. Grund dafür könnten die noch immer schwelenden juristischen Auseinandersetzungen nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit VW sein, sagte Porsche-SE-Chef Martin Winterkorn am Dienstag in Stuttgart. Im Extremfall könnte es sich noch mehrere Jahre hinziehen, bis Porsche komplett unter der Fittiche des VW-Konzerns steht. Der Zusammenschluss beider Unternehmen sei dadurch aber nicht in Gefahr. "Der integrierte Automobilkonzern wird umgesetzt." Investmentfonds in den USA streben Milliarden-Dollar-Schadenersatz an, weil sie Falschinformationen vermuten. Zu einer Verschiebung des ursprünglichen Zeitplans könnte es nach Angaben von Porsche-SE-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch auch kommen, weil die steuerliche und rechtliche Prüfung noch nicht abgeschlossen sei.