Wien. Der Entwicklungsdienstleister VE Vienna Engineering hat ein sogenanntes trockenes mechatronisches Bremssystem erfunden. Die elektrisch angesteuerte Bremse kommt ohne hydraulische Leitungen, Vakuumpumpe, Bremskraftverstärker und Bremsseile aus und eignet sich nach Angaben des Spezialisten aus Österreich vor allem für Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Auch bei der Produktion und beim Einbau biete die Bremse Vorteile. Die "VE Brake“ kann nach Angaben der Wiener sowohl im Pkw als auch in Nutz- und Schienenfahrzeugen eingesetzt werden.
Neuartiges Bremssystem für Elektroautos
Gerhard Seidl, der im Unternehmen für die Geschäftsentwicklung verantwortlich ist, rechnet bei einem Mittelklassefahrzeug mit einem Kostenvorteil von rund zehn Prozent gegenüber herkömmlichen Bremsen. "Wir sind sicher, dass die elektrische Bremse kommt“, ist Seidl optimistisch. VE-Geschäftsführer Christian Wunsch sucht nun nach Partnern für die von Entwicklungschef Michael Putz erdachte Bremse, um diese zur Serienreife zu bringen und in einem Vorserienfahrzeug zu testen. Denn für die Wiener wäre der finanzielle Aufwand für eine solche Weiterentwicklung alleine nicht zu stemmen. Als Kunden kommen für den Entwicklungsdienstleister sowohl Autohersteller als auch Systemlieferanten infrage, die eine elektrische Bremse einsetzen wollen. Durch den Wegfall der komplizierten Hydraulik werden nach Angaben von VE nicht nur die Kosten gesenkt und regeneratives Bremsen unterstützt, sondern zudem auch Einsparungen in der Produktion und im Einbau erzielt.