Detroit. General Motors zeigt in seiner schweren Krise Lernbereitschaft und übernimmt Strategien von seinen Rivalen. Mit einer neuen, globalen Entwicklungsstrategie schlägt GM jetzt einen ähnlichen Weg ein wie Ford mit dem "One-Ford“-Konzept. Dabei spielt der Beitrag der Entwickler in Rüsselsheim eine herausragende Rolle. "Wir haben unsere Organisation verändert“, sagt Jon J. Lauckner, der bei GM für die globale Produktplanung verantwortlich ist. "Wir setzen jetzt auf beiden Seiten des Atlantiks dieselbe Technik ein und bauen praktisch das gleiche Auto drum herum.“ Das Prinzip sei Voraussetzung für enorme Synergien. Angestoßen worden sei dies von Vize-Chairman Bob Lutz. Lauckner: "Er hat die Produktentwicklung, die bisher auf vier regionalen Zentren beruhte, durch ein einheitliches globales Produktentwicklungssystem ersetzt.“
Ein erstes Ergebnis dieser Veränderungen ist der Buick Regal, der auf dem Opel Insignia beruht. Motorisierung, Innenraum und Technik des Regal wurden auf die amerikanischen Bedürfnisse abgestimmt, die Basis aber lieferte Rüsselsheim. "Das Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim spielt eine sehr wichtige Rolle“, unterstreicht auch der neue Opel-Chef Nick Reilly. Es sei zum einen das Herzstück der Marke Opel und diene zum anderen als Ideenlieferant für Architekturen und Komponenten von GM weltweit.