München. Hyundai und Kia fahren auf der Überholspur. Das Geheimnis ihres Erfolgs: ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einem hohen Qualitätsversprechen. Mit diesem Rezept war zuvor schon Toyota erfolgreich. Die Pannenserie bei den Japanern und der daraus resultierende Vertrauensverlust bei den Kunden bescherten den Koreanern in diesem Jahr zusätzliche Käufer. Nicht nur die Qualität, auch das Design der Koreaner wird immer besser. So hat Kia mit dem ehemaligen VW-Designer Peter Schreyer einen Experten an der Seite, der den Geschmack der Europäer kennt. Einen weiteren Schub bei Bekanntheitsgrad und Imagewerten hat das Sponsoring der Fußball-WM in Südafrika gebracht. Ein Erfolgsgarant, den die Koreaner auch in Zukunft ausspielen: Bei der WM 2014 in Brasilien, 2018 in Russland und 2022 in Katar werden beide Marken wieder mit von der Partie sein.
Mehr Bekanntheit, mehr Absatz: In Europa steigerten die Koreaner die Zulassungen und überholten Toyota: Sie verkauften in den ersten zehn Monaten 521.369 Autos (Toyota: 511.754) und erhöhten ihren Marktanteil auf 4,5 Prozent. Weltweit steigerten Hyundai und Kia ihren Absatz laut Jato Dynamics um 17 Prozent auf rund 4,096 Millionen Einheiten. In Deutschland verkauften Hyundai und Kia in den ersten elf Monaten 101.245 Autos. Wegen des Vorzieheffekts der Abwrackprämie verzeichnete Hyundai zwar einen Rückgang um 22,4 Prozent, Kia einen um 35,3 Prozent. Im Vergleich zu anderen Importeuren stehen sie damit aber gut da: Bei Toyota (mit Lexus) betrug das Minus 46,2 Prozent auf 71.000 Einheiten.