Bad Homburg. Krise hin, Krise her: Als in Bad Homburg das Gewerbegebiet am Sitz des Autohauses Kreissl neu strukturiert wurde, ergriff Knut Kreissl die Initiative. Der Geschäftsführer, der das Unternehmen gemeinsam mit seiner Schwester Ute Janssen führt, entschied sich für einen Anbau. Dieser ist für die Marken Ford (600 Quadratmeter im Erdgeschoss) und Mazda (400 Quadratmeter im Galeriegeschoss) reserviert. Automobilwoche honoriert ein solches Engagement mit einem Apfelbäumchen. Der Startschuss für den Neubau fiel im Dezember 2008. Zudem wurde ein Platz für 120 Gebrauchtwagen angelegt. Kosten: 4,5 Millionen Euro. Im Juli 2009 waren die im laufenden Betrieb stattfindenden Arbeiten abgeschlossen. Finanziert wurde der Umbau von Kreissls Hausbank. Von den Autoherstellern gab es keine Unterstützung. Kreissl: "Leider hat sich der Umbau auch nicht positiv auf die von den Autoherstellern gewährte Marge ausgewirkt.“
"Man muss sich heute breiter aufstellen“, begründet Kreissl den Schritt, seit 2006 auch Opel zu vertreiben. Die Chance bot sich, als die Bad Homburger Filiale von Georg von Opel geschlossen wurde. Kreissl beschäftigt 41 Mitarbeiter, davon 13 in der Werkstatt. Täglich werden rund 40 Werkstattaufträge angenommen. Im Einzugsgebiet sind vor allem Premiummarken stark positioniert. Mit einem Marktanteil von gut fünf Prozent liegt Ford hier unter dem Bundesdurchschnitt von 7,8 Prozent. Zur Stützung des Gebrauchtwagenhandels nutzt Kreissl die Onlinebörsen "intensiv“. Malte Krüger, Leiter des Deutschlandsgeschäfts bei Mobile.de, begrüßt ein solches Engagement. Dabei ist dem Manager wichtig: "Autohäuser sollten einen verantwortlichen Verkäufer benennen, der sich ausschließlich um die Online-Angebote kümmert und E-Mail-Anfragen von Interessenten zeitnah beantworten kann.“