Meschede. Zulieferer Honsel will 2010 die internationalen Aktivitäten verstärken. Peter Harbig, seit September 2009 Vorstandschef des Anbieters von Leichtmetallkomponenten, hat sich den Ausbau des Werkeverbunds fest vorgenommen: "Für 2010 planen wir ein Joint Venture in China. In Indien haben wir derzeit eine technische Kooperation mit einem einheimischen Partner.“ Harbig lässt offen, ob diese Kooperation in der jetzigen Form fortgeführt werden soll oder in Richtung eines Joint Ventures ausgebaut wird. Derzeit verfügt Honsel über Auslandsstandorte in Frankreich, Spanien, Brasilien und Mexiko. Bei allen Auslandsaktivitäten bekennt der ehemalige Karmann- Chef: "Wenn wir in der Zulieferbranche den Standort Deutschland mit seinen technisch anspruchsvollen Produkten aufgeben sollten, würden wir meines Erachtens einen riesengroßen Fehler machen.“
Nach wie vor muss der Zulieferer auf die Kostenbremse drücken. "Unser Restrukturierungsprogramm läuft noch bis 2011. Insgesamt sollen dabei im ersten Schritt 180 Millionen Euro eingespart werden. Wir werden aber noch deutlich darüber hinausgehen. Wir müssen uns jetzt wieder den Ruf eines auch finanziell zuverlässigen Partners erarbeiten“, erklärt Harbig, der bei Honsel eine kundenorientierte Vertriebsstruktur eingeführt hat, die seit Jahresbeginn greift. Bedingt durch die Absatzkrise hat der Zulieferer Honsel, der seit 2004 mehrheitlich dem Finanzinvestor Ripplewood gehört, ein schwieriges Jahr hinter sich gebracht. "Alle Beteiligten haben bei der finanziellen Restrukturierung ein großes Interesse an Honsel gezeigt und ihr Vertrauen in das Unternehmen zum Ausdruck gebracht“, lobt Finanzvorstand Stefan Eck. "Zum einen der Investor, der noch einmal 50 Millionen Euro an Eigenkapital plus weiterer Liquiditätshilfen eingebracht hat. Damit hat er gezeigt, dass er ein Private-Equity-Investor mit einer nachhaltigen Strategie ist.“