Detroit. Angesichts der trüben Aussichten in Europa hoffen viele Automanager auf eine rasche Erholung des US-Automarkts. Doch diese Hoffnung ist trügerisch. Denn die US-Verbraucher reagieren ebenso wie die Europäer mit Kaufzurückhaltung auf schwankende Spritpreise, schwache Konjunkturdaten und drohende Arbeitslosigkeit. Eine Prognose für 2010 ist kaum möglich. Fakt ist: Der Absatz von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen sackte in den USA im vergangen Jahr um 21 Prozent auf 10,4 Millionen Fahrzeuge ab. Zur Erinnerung: In der Dekade zwischen 1997 und 2008 waren im Schnitt 16,7 Millionen Neuwagen pro Jahr verkauft worden.
Für 2010 gehen die Prognosen weit auseinander. Zumindest in einem Punkt sind sich die Analysten aber einig: Alles hängt vom Ausmaß der wirtschaftlichen Erholung, der erhofften Rückkehr des Konsumentenvertrauens und möglichen neuen staatlichen Incentives wie dem erfolgreichen "Cash-for-Clunkers“-Programm ab. Die Vorhersagen des Center for Automotive Research (CAR) in Ann Arbor reichen denn auch von 8,5 bis 13,5 Millionen Neuzulassungen. Das Beratungsunternehmen CSM Worldwide erwartet "im Normalfall“ 11,8 Millionen – schließt große Schwankungen aber nicht aus.