Das ist natürlich ausgeschlossen. Wir können die Währungsentwicklung nicht auf unsere Kunden abwälzen, das lässt der Wettbewerb absolut nicht zu. Deshalb müssen wir ein Bündel anderer Maßnahmen ergreifen.
Toyota: "Intensiv die Lokalisierung vorantreiben"
Wir arbeiten intensiv an der weiteren Lokalisierung von Komponenten und von kompletten Fahrzeugen in Europa. Zwar stammen schon rund 60 bis 70 Prozent unserer in Europa verkauften Modelle aus europäischer Produktion. Aber unser Ziel ist es, in Zukunft möglichst wenig von Währungsschwankungen betroffen zu sein.
Ja, aber für ein globales Unternehmen wie Toyota ist das nicht möglich. Es wird immer Komponenten und Teile geben, die in Japan entwickelt und hergestellt werden, um dann in den Werken vor Ort eingebaut zu werden. Derzeit liegt dieser Anteil bei 15 bis 20 Prozent. Aber auch diesen Anteil wollen wir reduzieren.
Wir haben schon einiges erreicht. Zum Beispiel werden die Motoren für den Yaris seit diesem Sommer nicht mehr ausschließlich in Japan gebaut. Ein Teil dieser Produktion wurde in unser Werk nach Polen ausgelagert.
Wir prüfen das für das eine oder andere Modell immer wieder. Aber entschieden ist noch nichts.
Wir haben neun Produktionsstandorte in Europa und sind weit davon entfernt, diese Kapazitäten voll zu nutzen. Da ist noch viel Spielraum.
Wir verkaufen den RAV4 in Europa fast nur mit Dieselmotoren, was in anderen Teilen der Welt die Ausnahme ist. Deshalb wäre das eine Überlegung wert, aber dazu gibt es keine Entscheidung.
Wenn wir mit jedem Auto Geld verlieren würden, würden wir es nicht mehr verkaufen. Aber das ist nicht der Fall. Wir werden alle aktuellen Baureihen fortführen. Die Frage stellt sich aber anders bei der Einführung völlig neuer Modelle. Dann könnte der Verzicht auf eine Importversion die richtige Antwort sein.
Wir müssen noch aggressiver auf die Kostenseite schauen. Dabei sind auch die Zulieferer gefragt, die außerhalb von Japan produzieren. Sie haben durch die Währungsentwicklung Vorteile. Darüber muss man sprechen.
Wir rechnen mit keinem spezifischen Kurs mehr. Alle Vorhersagen in puncto Währungskurse haben sich als falsch erwiesen. Deshalb legen wir jetzt immer den Tageskurs zugrunde.