Wuppertal. Trotz weltweiter Krise war das Jahr 2009 für die Aftermarket- Sparte des US-Zulieferers Delphi das beste der Unternehmensgeschichte. Details dazu will Palle Willumsen, Aftermarket- Chef von Delphi Deutschland, aber nicht nennen. Von der Delphi- Europa-Zentrale in Wuppertal aus koordiniert Willumsen für zehn europäische Länder das Nachrüstgeschäft für Produkte aus den Bereichen Bremsen, Lenkung, Stoßdämpfer, Fahrzeugelektronik, Klimatechnik und Diesel. Ergänzt wird die Palette durch Angebote für Diagnose und Training.
Willumsen will auch davon profitieren, dass immer mehr Firmen- und Leasingfahrzeuge in freien Werkstätten gewartet werden. Er hat sich zum Ziel gesetzt, mit seinen Produkten jeweils als Erster am Markt zu sein. So bietet Delphi Ersatzteile für Bremsen bereits sechs Monate nach der Markteinführung eines Fahrzeugs an. Bei Komponenten für die Lenkung sind es zwölf Monate. Da Delphi bei allen Ersatzteilen Erstausrüsterqualität bieten will, hat der Zulieferer den Anteil der selbst gefertigten Teile deutlich erhöht. Viel Potenzial verspricht sich Willumsen beispielsweise bei Ersatzteilen aus dem Bereich Fahrzeugelektrik: "Da liegt das heutige Geschäft.“
Der Zulieferer lässt die Teile dafür bewusst nicht in China produzieren, um möglichen Qualitätsproblemen aus dem Weg zu gehen. Zudem beschränkt sich Willumsen auf Komponenten wie Abgas- und Zündtechnik, Sensoren, Lambdasonden und Teile für das Kraftstoffmanagement. Darüber hinaus arbeitet Delphi schon an einem Werkstattkonzept für Hybridfahrzeuge. Steigende Umsätze erwartet der Delphi-Manager auch im Bereich Klimatechnik. Der Bestand von Automobilen mit Klimaanlage liegt europaweit bei 135 Millionen. Und immer mehr Werkstätten steigen in die Reparatur von Klimaanlagen ein.