Regensburg. Nur selten hat eine Technik die Automobilbranche so elektrisiert wie die Lithium-Ionen-Batterie. Die meisten Hersteller dieser Energiespeicher und der entsprechenden Zellentechnologie sind in Asien beheimatet. Der deutsche Zulieferer Continental ist nun auf der Suche nach einem oder maximal zwei Partnern, um eine Industrialisierung der Zellenproduktion, eine Schlüsselkomponente bei der Hochleistungsbatterie, voranzutreiben. Laut Jörg Grotendorst, Leiter für Elektro-und Hybridfahrzeug bei Conti, soll die Suche möglichst bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Erste Kooperationen unterhält Conti bereits.
Bislang arbeitet der Zulieferer, der seit 2008 Lithium-Ionen-Batterien fertigt, bei der Batterietechnik mit Johnson Controls zusammen. Der US-Zulieferer betreibt ein Joint Venture mit dem französischen Unternehmen Saft. Conti zeichnet für die Integration der Batterietechnik verantwortlich. Die Conti-Batterien werden im Mercedes-Benz S 400 Hybrid und im BMW Siebener Active Hybrid eingesetzt. Zudem ist Conti an dem japanischen Unternehmen Enax beteiligt, um mit dem Batteriespezialisten zusammen Kleinserien von Lithium-Ionen-Zellen zu fertigen und zu einbaufertigen Automobilbatterien zu montieren. Conti-Wettbewerber Bosch hatte bereits vor rund zwei Jahren eine Partnerschaft bei Lithium-Ionen-Batterien verkündet. Die Stuttgarter unterhalten das Gemeinschaftsunternehmen SB LiMotive mit Samsung, dem koreanischen Hersteller von Displays und Lithium-Ionen-Akkus. Das 50:50-Joint-Venture entwickelt, fertigt und vertreibt solche Energiespeicher.