Zwickau. Der steigenden Nachfrage nach AGM-Batterien begegnet der Zulieferer Johnson Controls mit einer Kapazitätserweiterung im sächsischen Werk Zwickau. AGM steht für "Absorbent Glass Mat“ und bezeichnet einen Batterietyp, der auf einem Mikroglasvlies basiert und sich unter anderem durch eine hohe Hitzebeständigkeit auszeichnet. In dem um eine neue Produktionslinie erweiterten Werk sollen in diesem Jahr insgesamt 1,9 Millionen Batterien gefertigt werden. Für 2011 sind rund 2,4 Millionen Energiespeicher vorgesehen. Eine Erweiterung auf eine jährliche Stückzahl von 3,2 Millionen Batterien befindet sich beim US-Unternehmen bereits in Planung.
Bei der AGM-Batterie ermöglichen das Vlies und der darin fixierte Elektrolyt eine bessere Ausnutzung des Zellenvolumens für eine bis zu dreifach erhöhte Kaltstartkraft und extreme Rüttelfestigkeit. "Die Batterie sammelt Energie fleißig wie eine Biene und ist langlebig wie eine Schildkröte“, beschreibt Matthias Horn, Leiter des Werks Zwickau, deren Leistungsfähigkeit. Die Akkumulatoren bewähren sich in Fahrzeugen mit Start-Stopp-Modus. Im Gegensatz zu herkömmlichen Batterien sorgen sie für eine schnellere Wiederaufladung durch Rückgewinnung von Bremsenergie. Die Kraftstoffeinsparung beziffert Horn auf einen Liter pro 100 Kilometer. Johnson Controls besitzt bei Energiespeichern für Start-Stopp-Systeme einen Marktanteil von 80 Prozent.