Attendorn. Der sauerländische Zulieferer Kirchhoff Automotive hat massiv in Nordamerika zugekauft (Automobilwoche 7/2011). Nach den Marktbereinigungen der vergangenen zwei Jahre auf dem nordamerikanischen Markt sieht der familiengeführte Mittelständler wieder Wachstumspotenzial im NAFTA-Raum. Das machte der geschäftsführende Gesellschafter von Kirchhoff Automotive, Arndt G. Kirchhoff, im Gespräch mit der Automobilwoche deutlich. Vor zwei Wochen gab Kirchhoff bekannt, die Mehrheit an dem kanadischen Karosserie- und Fahrwerkbauer Van-Rob Stampings übernommen zu haben.
Die Kanadier bringen rund 3000 Mitarbeiter und ein Umsatzvolumen von circa 400 Millionen Euro bei Kirchhoff Automotive ein. Van- Rob Stampings ist auf komplexe Metall- und Hybridstrukturen im Karosserie- und Fahrwerkbereich spezialisiert und verfügt über zehn Werke in Kanada, den USA und Mexiko. „Es gibt in diesem Segment nicht viele globale Zulieferer. Wir sind es jetzt noch mehr als bisher“, begründet Arndt G. Kirchhoff die Investition. Schon vor gut zehn Jahren habe er sich nach einer Verstärkung in Nordamerika umgeschaut. Damals aber waren die Kapazitäten und auch die Preise noch viel zu hoch. „Jetzt, nach der Restrukturierung des gesamten Automobilmarkts in Nordamerika, ist der Markt wieder im Aufwind. Für uns war das der richtige Zeitpunkt für den Einstieg.“