Krefeld. Nach jahrelangen Verlusten, einem desaströsen Einbruch im vergangenen Jahr und entmutigenden Perspektiven hat sich Toyotas Einstiegsmarke Daihatsu zum Rückzug aus Europa entschlossen. Der technische, logistische und finanzielle Aufwand stand zuletzt in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Um im vergangenen Jahr 19.300 Fahrzeuge in Westeuropa an den Kunden zu bringen, leistete sich Daihatsu zehn nationale Importgesellschaften. Daihatsu will sich nun beim Export auf die weit näher liegenden Wachstumsmärkte in Asien konzentrieren, insbesondere auf Malaysia und Indonesien, wo auch eigene Werke existieren.
Als Termin für das Ende des Neuwagengeschäfts in Europa hat Daihatsu den 31. Januar 2013 angesetzt, doch je nach Lagerbestand und Auftragseingang könnte das Aus in machen Ländern auch schon früher kommen. „Daihatsu hat es in Europa nie geschafft, als Marke sichtbar zu werden“, sagt dazu Franz-Rudolf Esch, akademischer Leiter des Automotive Institute for Management (AIM) an der EBS Business School. Markenbekanntheit und Markenimage seien in Europa auch nach 30 Jahren noch sehr schwach. „Daihatsu hat es nie geschafft, in das Relevant Set der Autokäufer zu gelangen.“