Aachen. Das Institut für Kraftfahrzeuge (IKA) in Aachen baut noch stärker als bisher auf die beiden Säulen Effizienz und Sicherheit. Die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen machten das Thema Effizienz und Emission auf Dauer zu einer Gestaltungsmaxime des Instituts, sagte Institutsleiter Lutz Eckstein der Automobilwoche. Die Elektromobilität sei dabei ein wichtiger, aber nicht der einzige Baustein, so Eckstein.
Auch Themen wie Biokraftstoffe, Rollwiderstand und Leichtbau gehörten dazu. „Es reicht nicht mehr aus, die vorhandenen Technologien evolutionär weiterzuentwickeln, auch wenn dies selbstverständlich wichtig ist“, erläutert Eckstein sein Credo. Unterstützt von der RWTH Aachen, dem Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund investiert das Institut in den nächsten drei Jahren gut fünf Millionen Euro aus eigenen Mitteln in neue Projekte.
So entsteht derzeit ein neuer Batterieprüfstand in einer explosionssicheren Klimakammer, der Ende 2011 in Betrieb gehen soll. Daneben seien aber auch das Thema Sicherheit und Fahrerassistenz für das IKA zu einem Leitgedanken geworden, betont Eckstein. Einen großen Schritt voran will er in diesem Bereich mithilfe des neuen Automobiltestzentrums (ATC) in Aldenhoven kommen. Gesellschafter sind der Kreis Düren und die RWTH Aachen.
Es biete ideale Voraussetzungen für die Erforschung von Fahrerassistenz- und Mobilitätskonzepten, freut sich Eckstein. Ein erster Bauabschnitt mit einer Fahrdynamik- und Verkehrssimulationsfläche entstand bereits im Jahr 2010. Der größere, zweite Abschnitt wird derzeit gebaut. Geplant sind unter anderem eine Ovalbahn, ein Handling-Parcours und ein Steigungshügel.