Saarbrücken. Mit dem 508 wagt sich Peugeot in diesem Frühjahr zurück in die Mittelklasse und greift dort Konkurrenten wie den Ford Mondeo, den Opel Insignia und den VW Passat an. Der Vorstoß könnte erfolgreich sein, denn trotz umfangreicher Ausstattung liegt der Einstiegspreis des 508 in Deutschland bei 23.050 Euro. Den Mondeo gibt es ab 23.200 Euro, den Insignia ab 23.330 und den Passat ab 24.425 Euro.
Der 508 und die Kombiversion 508 SW lösen sowohl den 607 als auch den kleineren 407 ab. Punkten will der 508 mit klassischen deutschen Tugenden wie einer vergleichsweise straffen Federung und dem Verzicht auf französische Extravaganz. In einem Punkt gibt sich der 508 eine unerwartete Blöße: Einige in dieser Klasse häufig angebotene Assistenzsysteme wie Einpark- oder Abstandstempomat sind selbst optional nicht erhältlich. Peugeot begnügt sich mit einer einfachen Einparkhilfe und einem schlichten Tempomat.
Im 508 führt Peugeot Motoren mit einer neuen Start-Stopp-Technik (e-HDi) auf dem Markt ein. Sie wird zunächst nur für den 112 PS starken 1,6-Liter- e-HDi und Automatikgetriebe angeboten. Spitzenaggregat ist ein 2,2-Liter-HDi mit 204 PS, als Benziner ein 1,6-Liter- THP mit 156 PS. Als Absatzziel hat sich Peugeot- Deutschland-Chef Thomas Bauch für 2011 rund 11.500 Einheiten vorgenommen, im Jahr darauf 15.000 Einheiten. Davon dürften seiner Einschätzung nach gut 80 Prozent auf den Kombi entfallen. Bei 80 Prozent soll auch der Diesel- Anteil liegen.