Saarbrücken. Peugeot-Deutschland- Chef Thomas Bauch will die französische Marke in Deutschland aus der Kleinwagen-Ecke herausholen. Sichtbar werden soll der gestiegene Anspruch am neuen Flaggschiff 508, das im März auf den Markt kommt, aber auch an den neuen Modellen 3008 und 5008. Alle diese Modelle werden in diesem und im nächsten Jahr auch mit der Diesel-Hybridtechnik HYbrid4 auf dem Markt eingeführt. „Wir haben uns 2010 verstärkt auf das Kompakt- und Mittelklassesegment fokussiert und dort ein Plus von 26 Prozent erzielt. 2011 sehen wir dort einen der Wachstumsträger. Das ist die Herausforderung, der wir uns mit der Handelsorganisation stellen“, sagte Bauch im Gespräch mit Automobilwoche.
Nach ersten Erfolgen im Vorjahr in den Bereichen Nutzfahrzeuge und Gewerbekunden sieht Bauch noch weiteres Potenzial auf diesen Gebieten. „Bei Nutzfahrzeugen waren wir bislang unterrepräsentiert, bei Gewerbekunden kaum vertreten. Diese Situation haben wir 2010 komplett gedreht“, freut sich Bauch. Im Nutzfahrzeugbereich erreichte Peugeot 2010 den Rekordwert von 10.078 Neuzulassungen und damit einen Segmentanteil von 5,0 Prozent.
Insgesamt kam Peugeot 2010 in Deutschland auf 84.242 Pkw-Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 2,9 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent) entspricht. 2009 hatte das Abwrackgeschäft die Marke beflügelt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 2010 steigerte man den Nachsteuergewinn um 32 Prozent. Wesentlich sei dies auf den höheren Anteil von Fahrzeugen mit besserer Ausstattung zurückzuführen, so Bauch. Dieser Trend werde anhalten: „Wir sehen eindeutig Potenzial für höhere Ausstattung.“