Lissabon. Der deutsche Automobilbauer Volkswagen macht dem schuldengeplagten Euro-Land Portugal mit neuen Investitionen Hoffnung. Man werde nächstes Jahr 200 Millionen Euro in die Modernisierung des Werks «Autoeuropa» investieren, erklärte Markenvorstand Hubert Waltl am Dienstagabend im Rahmen der Feiern zum 20-jährigen Bestehen der VW-Fabrik in Palmela 30 Kilometer südöstlich von Lissabon. 2011 sei von großen Erfolgen geprägt gewesen, aber für 2012 herrsche angesichts der Abschwächung der Weltwirtschaft Ungewissheit, sagte Waltl.
Werksdirektor António de Melo Pires versicherte unterdessen gegenüber portugiesischen Medien, die neuen Investitionen würden neue Arbeitsplätze ermöglichen. Wenige Stunden zuvor hatte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitgeteilt, dass die Arbeitslosenrate in Portugal von 12,5 auf das Rekordniveau von 12,9 Prozent angewachsen sei. Außerdem hatte Nissan Portugal erst vor wenigen Tagen mit der Absage eines 156-Millionen-Euro-Projekts zum Bau einer Batterie-Fabrik geschockt.
An dem Festakt nahmen auch Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho sowie zahlreiche Persönlichkeit aus Wirtschaft und Politik teil. «Das Werk Palmela ist das größte ausländische Investment in Portugal. Seit 1991 hat Volkswagen hier 3,2 Milliarden Euro investiert und 3200 Arbeitsplätze geschaffen», erklärte Pires. (Foto: Volkswagen)