Herr Martin, Sie folgen auf einen der am längsten amtierenden Verbandspräsidenten des deutschen Autohandels. Wo wollen Sie Ihre Akzente setzen?Martin: Wir werden konstruktiv Kritik üben und mit Toyota nicht nur in Köln, sondern auch in Brüssel und Japan im Dialog stehen. Tagtäglich wollen wir ihnen den Spiegel vorhalten, damit man sich dem Markt stellt. Und damit man den Kampf um den Marktanteil endlich mit aller Konsequenz und Nachhaltigkeit annimmt.
Das ist derzeit also nicht der Fall?Martin: Momentan geschieht das noch etwas halbherzig.
Ihr Vorgänger konnte bei Toyota in die Waagschale werfen, dass er deren größter Händler des Landes ist. Wie werden Sie sich in der Auseinandersetzung mit Toyota behaupten?
Martin: Mit zwei eigenen und zehn angeschlossenen Betrieben sind wir im Volumenranking der Marke Toyota unter den ersten zwölf Händlern. Es ist gut, nach einem großen Unternehmen mal einen Mittelständler zu haben, das zeugt auch ein bisschen von Glaubwürdigkeit, ohne diese Herrn Weller absprechen zu wollen. Das Ansehen der Firma Stumpf und auch mein Ansehen in Köln ist sehr gut. Wir haben den Vorteil, finanziell weitgehend unabhängig zu sein. Wir haben eine hohe Eigenkapitalquote und stehen in keinerlei Abhängigkeiten zu Banken oder Herstellern.