Stuttgart. Mit seiner Klassik- Sparte Automotive Tradition kümmert sich Bosch als weltgrößter Zulieferer auch um die Belange von Besitzern historischer Fahrzeuge. Die von Fritz Cirener geleitete Sparte mit rund 15 Mitarbeitern kann dabei auf ein Sortiment von 50.000 verschiedenen Ersatzteilen für Fahrzeuge zurückgreifen, die älter als 15 Jahre sind. Für viele Teile wurden dabei besondere Instandsetzungskonzepte entwickelt. Doch stark nachgefragte Komponenten, die nicht mehr lieferbar sind, lässt Automotive Tradition nach Originalunterlagen in Kleinserien nachfertigen.
Die Serien liegen dabei häufig in einer Größenordnung von 500 Teilen und mehr. So fertigt Bosch beispielsweise einen Gleichstrom-Generatorregler nach, der in Volumenfahrzeugen wie dem VW Käfer verwendet wurde. Äußerlich erscheint das Bauteil in historischer Optik, innen ist es mit modernster Technik ausgestattet. Der Regler kann universell eingesetzt werden: Mit nur fünf Bestellnummern können 60 unterschiedliche historische Regler in fast allen Oldtimern und Schleppern mit Gleichstrom-Generator ersetzt werden. Über den Ebay-Shop „Bosch Klassik Teilevermittlung“ macht die 2005 gegründete Sparte Automotive Tradition zudem Ersatzteile zugänglich, die beim Zulieferer nicht mehr erhältlich sind. Und auf der Homepage www. automotive- tradition.de stehen unter dem Navigationspunkt „Wissen“ über 50.000 Dokumente zum kostenlosen Herunterladen bereit. Des Weiteren ist Automotive Tradition seit 2011 mit einer Fanseite im sozialen Netzwerk Facebook präsent. Bei aller Liebe zu historischen Fahrzeugen – „der Bereich muss kostendeckend arbeiten. Und das haben wir über die Jahre hinweg geschafft“, erklärt Cirener.Bosch will damit nicht nur etwas für den Ruf der Marke tun, Cirener und seine Mannschaft fühlen sich auch dem traditionellen Servicegedanken des Hauses verpflichtet: „Schließlich wäre es uns auch nicht recht, wenn ein Old- oder Youngtimer wegen fehlender Bosch-Teile nicht fahren könnte.“ Der Zulieferer hat mit Bosch- Servicebetrieben, die über spezielles Know-how in der Instandsetzung historischer Fahrzeuge verfügen, ein Service-Netzwerk für Young- und Oldtimer aufgebaut. 25 solcher Werkstätten, davon 18 in Deutschland, die anderen sieben in Österreich und der Schweiz, signalisieren mit dem Zusatz „Classic Service“, dass sie über Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen sowie über die notwendigen Werkzeuge und Geräte verfügen. „Wir haben auf den Auswahlprozess der Betriebe sehr viel Wert gelegt“, betont Cirener. Die Klassik-Spezialisten wurden aus insgesamt rund 1500 Bosch-Servicebetrieben ausgewählt, davon 1200 in Deutschland. Künftig könnten es noch mehr Spezialbetriebe werden. „Es gibt auch interessierte Werkstätten in anderen europäischen Ländern“, erklärt Cirener.Bosch hält automobile Schätze am Laufen
Mit seiner Klassik- Sparte Automotive Tradition kümmert sich Bosch als weltgrößter Zulieferer auch um die Belange von Besitzern historischer Fahrzeuge. Die von Fritz Cirener geleitete Sparte mit rund 15 Mitarbeitern kann dabei auf ein Sortiment von 50.000 verschiedenen Ersatzteilen für Fahrzeuge zurückgreifen, die älter als 15 Jahre sind. Für viele Teile wurden dabei besondere Instandsetzungskonzepte entwickelt. Doch stark nachgefragte