München. Seine Erfolge im Rennsport könnten dem Schwungradspeicher auch in die Serienfertigung verhelfen. Audi hat mit dem e-tron Quattro die ersten drei Plätze beim Langstreckenrennen in Le Mans belegt. Und Porsche hatte bereits im März 2010 mit einem 911 GT3 R Hybrid die Technik auf dem Nürburgring eingesetzt. Dennoch: Bei Porsche ist kein Einsatz des Schwungradspeichers in der Serie geplant. Und auch bei Audi heißt es „vorerst kein Serieneinsatz“. Und doch gibt es Bestrebungen, mittelfristig den Schwungradspeicher in Serienautos mit Elektroantrieb zu verwenden. Die Technische Universität Graz arbeitet im Elektromobilitätsprojekt CMO („Clean Motion Offensive“) des oberösterreichischen Automobil-Clusters an einem auch Flywheel genannten Speicher für die Serie.
Und beim Autobauer Volvo werden in diesem Jahr die ersten Prototypen getestet. Der Speicher der Schweden basiert auf der künftigen Fahrzeugplattform für das Jahr 2014. Ein bis zwei Jahre später könnten die ersten Autos damit in Serie gehen. Der Reiz des Flywheel besteht darin, dass die bei jedem Bremsvorgang entstehende Energie in Form von Wärme nicht mehr verloren geht. Der Schwungradspeicher nimmt die Energie kurzzeitig auf und gibt sie beim Beschleunigen des E-Autos wieder an das Antriebssystem ab.Das Flywheel eignet sich nach Angaben des Clusters wegen seiner Leistungsdichte optimal als hoch effizienter Kurzzeit-Energiespeicher sowie zur Abdeckung von Leistungsspitzen (Boost-Funktion). Der Einsatz des Flywheel verlängert die Lebensdauer einer E-Fahrzeug- Batterie deutlich und erhöht die Reichweite besonders im Stopand- go-Verkehr. Derzeit wird in Graz an einem Prototyp gearbeitet, im Sommer stehen erste Praxistests an. Laut Martin Graml, Projektmanager beim Automobil- Cluster, gibt es zwar noch keinen Serienauftrag, „aber sehr konkretes Interesse“ vonseiten der Fahrzeugindustrie. Auch ein Nachfolgeprojekt ist schon geplant.Neuer Dreh im E-Auto
Seine Erfolge im Rennsport könnten dem Schwungradspeicher auch in die Serienfertigung verhelfen. Audi hat mit dem e-tron Quattro die ersten drei Plätze beim Langstreckenrennen in Le Mans belegt. Und Porsche hatte bereits im März 2010 mit einem 911 GT3 R Hybrid die Technik auf dem Nürburgring eingesetzt. Dennoch: Bei Porsche ist kein Einsatz des Schwungradspeichers in der Serie geplant. Und auch bei Audi heißt es "vorerst kein Serieneinsatz“.