Wadern-Büschfeld. Der Zulieferer Saargummi soll wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. „Die vergangenen zwei Jahre waren kompliziert fürs Unternehmen. Das wollen wir hinter uns lassen. Wir beschäftigen uns jetzt wieder mit unseren Stärken“, gibt sich Detlev Bartels, Chef der in Remich ansässigen CQLT Saargummi Holding, kämpferisch. „Und 2013 wollen wir eine schwarze Null schreiben. In diesem Jahr wird das noch nicht möglich sein, da 2012 noch durch Sondereffekte und die Folgen der Restrukturierung belastet ist.“ Der insolvente Spezialist für Gummi-Dichtungssysteme war im Sommer 2011 an den chinesischen Mischkonzern CQLT verkauft worden.
Laut Bartels gibt es nun Planungen für ein neues Saargummi-Werk in China. Es soll in der Nähe der Industriestadt Chongqing entstehen. „Ein Grundstück ist bereits gekauft worden. Baubeginn ist im zweiten Quartal 2012.“ Zu den Kunden zählen global agierende sowie chinesische Autobauer. Mit der neuen Fabrik soll nach Angaben des Managers ein Umsatz von 150 Millionen Euro erreicht werden. Dabei werde das Unternehmen auch in China unter der Marke Saargummi auftreten. Bartels: „Hergestellt werden vor allem Produkte für den asiatischen Markt, in erster Linie für China.“ Viel verspricht sich der Manager auch von der Endlos-Türdichtung Seal Matic, mit der die Saargummi- Gruppe für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft nominiert wurde. Die Hersteller Daimler und Ford zählt der Zulieferer hier bereits zu den Kunden.Die Technik soll 2014 auch bei „Anwendungen auf der Karosserieseite“ eingesetzt werden, erklärt Bartels. Mitte Februar war für die Saargummi- Standorte Wadern-Büschfeld und Losheim der sanierungserfahrene Holger Oertel als neuer Geschäftsführer gefunden worden. Oertel kann auf eine langjährige Tätigkeit in der Zulieferindustrie zurückblicken. Zuletzt war er im Management von ZF Boge Elastmetall. Sein Vorgänger Wolfgang Kirsten hatte nach nur sieben Monaten im Amt das Handtuch geworfen. Bartels spricht von „persönlichen Gründen“, die Kirsten zum Rücktritt bewogen hätten. Laut Unternehmenskreisen soll es aber auch zu Unstimmigkeiten zwischen Kirsten und der Holding- Führung über den Sanierungskurs gekommen sein. Saargummi beschäftigt weltweit über 3000 Mitarbeiter. Im Mai vergangenen Jahres hatten CQLT und die Arbeitnehmervertreter des Zulieferers vereinbart, 737 der 783 unbefristeten Arbeitsplätze am saarländischen Standort Wadern-Büschfeld für fünf Jahre zu erhalten.Schwarze Null im nächsten Jahr
Der Zulieferer Saargummi soll wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangen. "Die vergangenen zwei Jahre waren kompliziert fürs Unternehmen. Das wollen wir hinter uns lassen. Wir beschäftigen uns jetzt wieder mit unseren Stärken“, gibt sich Detlev Bartels, Chef der in Remich ansässigen CQLT Saargummi Holding, kämpferisch. "Und 2013 wollen wir eine schwarze Null schreiben. In diesem Jahr wird das noch nicht möglich sein, da 2012 noch durch Sondereffekte und die Folgen der Restrukturierung belastet ist.“