Iserlohn. Der sauerländische Zulieferer Kirchhoff Automotive gilt in vielerlei Hinsicht als vorbildlicher Arbeitgeber. In der Krise 2009/2010 entließ er keine Mitarbeiter, sondern nutzte die produktionsarme Zeit für Weiterbildungsmaßnahmen. Die Ausbildungsquote liegt bei überdurchschnittlichen acht Prozent. Vor wenigen Tagen feierte der Betriebskindergarten sein einjähriges Bestehen. Und Ende Juni konnte an der Uni in Schanghai ein von Kirchhoff Automotive gestifteter Lehrstuhl für Karosserie-Leichtbau feierlich eröffnet werden.
Hinter all diesen Maßnahmen steckt ein System. "Die Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital“, sagt Personalchef Jürgen Dröge. Bei Kirchhoff Automotive sei dies kein Lippenbekenntnis, sondern Firmenphilosophie, betont er. Besonders die Familie liege dem familiengeführten Unternehmen am Herzen. Deshalb habe man sich auch vor einem Jahr zum Aufbau des einzigen Ganztages-Betriebskindergartens im Kreis Olpe entschieden, der demnächst von 15 auf 30 Plätze erweitert werde. "Wir sprechen deshalb auch nicht von Work-Life-Balance, sondern von Work-Life-Family-Balance.“ "Unsere Personalpolitik rechnet sich“, betont Dröge. Denn die Rekrutierung und Qualifizierung neuer Mitarbeiter nach einer Krise oder nach einem Weggang frustrierter Mitarbeiter koste viel Geld. Wichtig sei dem Unternehmen auch eine permanente, transparente Kommunikation mit den Beschäftigten, so Dröge. "Man muss mit den Menschen reden, nicht über sie."Kirchhoff: Balance von Familie und Arbeit
In vielerlei Hinsicht gilt der sauerländische Zulieferer Kirchhoff Automotive als vorbildlicher Arbeitgeber. In der Krise 2009/2010 entließ er keine Mitarbeiter, sondern nutzte die produktionsarme Zeit für Weiterbildungsmaßnahmen. Die Ausbildungsquote liegt bei überdurchschnittlichen acht Prozent. Vor wenigen Tagen feierte der Betriebskindergarten sein einjähriges Bestehen.