München. Der Arbeitskampf beim südkoreanischen Autobauer Hyundai spitzt sich weiter zu. Wie die Nachrichtenagentur "Dow Jones" berichtet, legen die Mitarbeiter ihre Arbeit ab Dienstag für drei Tage nieder. Noch immer streiken sie für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen, allen voran für ein Ende der Nachtarbeit.
Nach wie vor ist eine Annäherung nicht in Sicht. Das Unternehmen hat zwar einen Gehaltsaufschlag von 95.000 Won, Leistungsboni von bis zu dreieinhalb Arbeitsmonaten an Gegenwert und eine Einmalzahlung von neun Millionen Won an jeden Mitarbeiter geboten, doch die Gewerkschaft leht das Angebot entschieden ab. Die Mitarbeiter pochen ihrerseits auf das Ende der Nachtarbeit und auf eine Jobsicherheit für die rund 13.000 Leiharbeiter. Die Hyundai-Verantwortlichen wollen allerdings nur 3000 Leiharbeiter bis 2015 fest übernehmen. Seit Mitte Juli streiken die Mitarbeiter immer mal wieder. Dem Autobauer ist dadurch eigenen Angaben zufolge ein Schaden von umgerechnet rund einer Milliarde Euro entstanden, 70.000 Autos konnten nicht gebaut werden. Bis 2009 sind die Hyundai-Mitarbeiter jedes Jahr in den Ausstand getreten. Experten befürchten, dass sich der neuerliche Streik negativ auf die kommenden Quartalszahlen auswirken könnte. Die Lagerbestände befinden sich schon jetzt auf einem historischen Tiefstand - in den USA hat Kia noch einen Lagerbestand für 25 Tage, beim Mutterkonzern Hyundai können die Händler noch 21 Tage über die Runden kommen. Zum Vergleich: Beim Erzrivalen Toyota und bei Honda reichen die Lagerbestände noch für 49 Tage, die Chevrolet-Sparte von General Motors hat noch einen Bestand für 66 Tage.Neue Streikrunde bei Hyundai
Die Mitarbeiter des südkoreanischen Autobauers Hyundai legen diese Woche erneut ihre Arbeit nieder. Noch immer kämpfen sie für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Das Angebot ihres Arbeitgebers lehnten sie entschieden ab.
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