München. Der Streit zwischen Japan und China um eine unbewohnte Gruppe von Inseln beeinträchtigt die Produktion der in der Volksrepublik ansässigen Autobauer auch weiterhin. Wie die japanische Zeitung "Asahi" am Mittwoch berichtet, sind japanische Autos in China derzeit sehr unbeliebt. Toyota will angesichts des Absatzrückgangs in China den gesamten Oktober über die Produktion vor Ort aussetzen. Zudem sollen alle Exporte von Japan nach China gestoppt werden. Der weltgrößte Autobauer betreibt in China drei Werke, jährlich werden dort rund 800.000 Fahrzeuge gebaut. Wegen des Produktionsstopps sieht Toyota sein Ziel in Gefahr, bis Jahresende eine Million Autos in China zu verkaufen. Eine Toyota-Sprecherin wollte sich nicht äußern, sie kündigte aber für Mittwoch eine offizielle Stellungnahme an. Wie bereits berichtet, ist der Absatz bei Toyota in einigen chinesischen Filialen um bis zu 30 Prozent eingebrochen. Deshalb drosselt der Autobauer auch die Lexus-Produktion.
Neben Toyota sind auch Nissan und Suzuki vom Inselstreit betroffen. Nissan reagiert ebenfalls mit einem Produktionsstopp auf die anti-japanischen Proteste. Vom 27. September bis 7. Oktober sollen die Bänder komplett still stehen, ab dem 8. Oktober will der Autobauer "flexibel" auf weitere Marktentwicklungen reagieren, heißt es. In seinen drei chinesischen Werken hat Nissan im vergangenen Jahr insgesamt 1,2 Millionen Autos produziert. Suzuki kürzt in China die Arbeitszeit, sodass es künftig nicht mehr zwei sondern nur noch eine Schicht gibt.Weiterhin Produktionsstopp wegen Inselstreit
Angesichts der weiter andauernden anti-japanischen Proteste und der daraus resultierenden Absatzschwäche kündigen Nissan und Toyota Produktionsstopps an, Suzuki will die Arbeitszeit in seinen chinesischen Werken von zwei auf eine Schicht zurückfahren. Der Autobauer Toyota sieht sein Jahresziel bereits in Gefahr.
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