Bergisch Gladbach. Noch nie zuvor haben die 17 globalen Automobilhersteller so viel in Forschung und Entwicklung investiert wie im vergangenen Jahr. Das geht aus einer Studie des Center of Automotive Management hervor. 2011 haben die 17 Autobauer der Studie zufolge insgesamt 50,6 Milliarden Euro ausgegeben – das sind 6,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Studienleiter Stefan Bratzel begründet die stark ansteigenden F&E-Budgets der Autobauer mit den fahrzeugtechnischen Innovationen, etwa im Antriebsbereich oder die zunehmende Vernetzung des Automobils, aber auch mit der Erhöhung der Modell- und Variantenvielfalt.
Seinen Berechnungen zufolge hat jeder der 17 globalen Automobilhersteller im vergangenen Jahr durchschnittlich 4,5 Prozent für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Weit über dem Durchschnitt liegt der VW-Konzern: Die Wolfsburger führen die Liste der F&E-stärksten globalen Automobilkonzerne mit insgesamt 7,2 Milliarden Euro an (plus 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dahinter folgen Toyota (6,7 Milliarden Euro) und General Motors (5,6 Milliarden Euro). Relativ hohe F&E-Ausgaben weisen auch Honda (4,5 Milliarden Euro), Daimler (4,2 Milliarden Euro), Nissan (3,7 Milliarden Euro), Ford (3,65 Milliarden Euro) und BMW (3,61 Milliarden Euro) auf.Zugleich warnt Bratzel aber auch vor einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit in Folge der recht ungleich verteilten F&E-Ausgaben. Er sieht gerade kleinere Automobilhersteller gefährdet, da "sich die Branche in vieler Hinsicht in einem technologischen Paradigmenwechsel befindet". (Foto: CAM)F&E-Ausgaben der Autokonzerne auf Rekordhoch
Die 17 globalen Automobilhersteller haben im vergangenen Jahr erstmals mehr als 50 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert. Das geht aus einer aktuellen Studie des Center of Automotive Mangagement hervor.
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