Darmstadt. Anfang Juli startete das Gemeinschaftsunternehmen des Freudenberg-Teilkonzerns Vibracoustic und des Antivibration- Automobilgeschäfts der schwedischen Trelleborg-Gruppe. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Partner jeweils zu 50 Prozent beteiligt sind, tritt unter dem Namen TrelleborgVibracoustic auf und bietet schwingungstechnische Lösungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Mit diesem Schritt hat Freudenberg den Portfolio-Umbau des Automobilgeschäfts abgeschlossen. Die Frage der industriellen Führerschaft im Gemeinschaftsunternehmen „war für uns nicht entscheidend“, sagte Peter Nilsson, Vorstandschef der Trelleborg-Gruppe und beim Joint Venture Vorsitzender des Aufsichtsrats, der Automobilwoche.
„Uns geht es darum, die Chancen des Joint Ventures auszuloten und die globale Führung bei schwingungstechnischen Lösungen auszubauen.“ Vibracoustic war mit seinen Produkten bislang vor allem in Autos der Mittel- und Oberklasse vertreten, während Trelleborg auf Lösungen für die Mittelklasse und Kleinwagen fokussiert war. „Gemeinsam ist das neue Gemeinschaftsunternehmen nun stärker als zuvor alleine“, ist sich Martin Stark, Geschäftsleitungsmitglied der Freudenberg-Gruppe, sicher. „Denn strategisch ergänzen wir uns sehr gut, vor allem, was das Produktportfolio, die Kundenstruktur und die Positionierung in den Weltregionen betrifft.“2011 betrug der Umsatz der beiden Joint-Venture-Partner 1,45 Milliarden Euro. „In diesem Jahr erwarten wir einen Umsatz von nahezu 1,6 Milliarden Euro. Vorausgesetzt, dass der Rest dieses Jahres auf einem akzeptablen Niveau verläuft“, erklärt Nilsson. Zwar gebe es ein abgeschwächtes Wachstum in China und „ein paar Fragezeichen“ hinter der Entwicklung des indischen Markts, „aber Nordamerika entwickelt sich sehr schnell, und wir verspüren dort viel Rückenwind für unser Geschäft“, ergänzt Stark. Auch wenn in Europa die Wachstumsraten des Vorjahrs nicht erreicht werden „und es eine Reihe von Unsicherheiten gibt, wie sich die zweite Jahreshälfte entwickeln wird“, bleibt er „optimistisch“. Es sei jetzt schon klar, dass das Joint Venture exzellent starten werde. TrelleborgVibracoustic ist mit über 8000 Mitarbeitern zwar schon in 17 Ländern auf vier Kontinenten aktiv, doch das globale Netzwerk soll weiter ausgebaut werden – vor allem in den sogenannten BRIC-Staaten. Aber auch Südkorea „ist ein sehr interessanter Markt für TrelleborgVibracoustic“, so Stark. „Es fehlen uns beispielsweise noch Produktionskapazitäten in Japan. Und auch Südostasien und Südafrika schauen wir uns an“, sagt Nilsson. Potenziale sieht er vor allem bei Lösungen für Nutzfahrzeuge.Werkeverbund wird ausgebaut
Anfang Juli startete das Gemeinschaftsunternehmen des Freudenberg-Teilkonzerns Vibracoustic und des Antivibration- Automobilgeschäfts der schwedischen Trelleborg-Gruppe. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Partner jeweils zu 50 Prozent beteiligt sind, tritt unter dem Namen TrelleborgVibracoustic auf und bietet schwingungstechnische Lösungen für Pkw und Nutzfahrzeuge. Mit diesem Schritt hat Freudenberg den Portfolio-Umbau des Automobilgeschäfts abgeschlossen.