Neckarsulm. Das Zulieferunternehmen KSPG hat seine interne Organisation neu aufgestellt. Ziel der Neustrukturierung war es, die innere Führungsstruktur zu straffen und die zentralen Tätigkeitsfelder zu stärken. Bereits im September vergangenen Jahres hatte sich die Holding der Kolbenschmidt Pierburg AG in KSPG AG umbenannt. Seit dem 1. April werden die sechs Geschäftsbereiche von KSPG in den drei Divisionen Hardparts, Mechatronics und Motorservice gebündelt. „Mit der Neuorganisation statten wir unsere Bereiche mit einer größeren operativen Verantwortung aus und ermöglichen ihnen gleichzeitig eine stärkere strategische Fokussierung auf das jeweilige Geschäftsfeld“, erläutert KSPG-Vorstandschef Gerd Kleinert. Weitere Vorteile der neuen Struktur sieht die Unternehmensführung in den verbesserten Möglichkeiten, Prozesse geschäftsbereichsübergreifend zu gestalten und diese weiter zu verbessern.
Zudem soll die neue Organisation die Entscheidungswege verkürzen und so die Leistungsfähigkeit des Zulieferers für die weltweiten Kunden in der Automobilindustrie stärken. Die Division Hardparts umfasst die Entwicklung und Herstellung von Pkw-, Lkw- und Großkolben unter der Einheit KS Kolbenschmidt. Bei KS Aluminium-Technologie dreht sich alles um Motorblöcke, Zylinderköpfe sowie Strukturbauteile. In der Einheit KS Gleitlager ist das Geschäft für Gleitlager und Buchsen konzentriert. Die Division Mechatronics umfasst die Aktivitäten von Pierburg in den Bereichen Schadstoffreduzierung und Luftversorgung sowie bei Aktuatoren und Magnetventilen. Ferner gehört dieser Division der Pumpenspezialist Pierburg Pump Technology an.
In der Division Motorservice bündelt das Unternehmen schließlich sämtliche Aftermarket-Aktivitäten der KSPG-Gruppe für das weltweite Ersatzteilgeschäft. Die Kernbegriffe der Neuausrichtung lauten „clean und lean“. Darunter rechnet der Zulieferer das Thema Schadstoffreduzierung sowie die Bereiche Verbrauchsreduktion und Minderung des CO2-Ausstoßes einschließlich Gewichtsreduzierung, Reibleistungsreduktion und Hybridisierung. Zudem will die KSPG-Gruppe ihre Marktposition mittels „komplementärer Akquisitionen“ und strategischer Partnerschaften weiter ausbauen und setzt auf Internationalisierung. Im Fokus stehen vor allem die strategisch wichtigen Wachstumsmärkten Brasilien, Indien und China. Im Geschäftsjahr 2011 hat die KSPGGruppe, Tochterunternehmen von Rheinmetall, mit über 11.500 Mitarbeitern rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Der Gewinn (EBIT) lag mit 151 Millionen Euro 86 Prozent über dem von 2010.