Düsseldorf. Die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (Ar- GeZ) erwartet für ihre Mitglieder in Deutschland einen stabilen Geschäftsverlauf. Die ArGeZ vertritt insgesamt 9000 zumeist mittelständische Unternehmen vor allem aus der metall- und kunststoffverarbeitenden Industrie, die zusammen 220 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaften – rund die Hälfte davon mit der Autoindustrie. Nach 16,5 Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2011 rechnet ArGeZ-Sprecher Theodor L. Tutmann für 2012 mit einem Plus von drei bis vier Prozent. Doch die Zulieferer stehen vor einigen Herausforderungen. Michael Weigelt, Geschäftsführungsmitglied des Gesamtverbands der Kunststoffverarbeitenden Industrie, verweist darauf, dass die zunehmende Globalisierung für die überwiegend mittelständischen Unternehmen deutlich schwieriger zu bewerkstelligen ist als für Konzerne.
Weigelt fordert von der Politik daher verbesserte Rahmenbedingungen: "International wettbewerbsfähige Produkte und Unternehmen sind auf attraktive Finanzierung, Innovationen, niedrige Bürokratiehürden und verlässliche Außenwirtschaft angewiesen.“ Trotz aller Hürden ist er überzeugt, dass auch der Mittelstand global erfolgreich sein kann und somit Arbeitsplätze in Deutschland sichert. Für ein Auslandsengagement der Unternehmen spreche unter anderem die Absicherung gegen Währungsrisiken. Doch der entscheidende Aspekt ist für ihn die Kundennähe. Eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit der ArGeZ-Mitglieder sieht Tutmann durch die steigenden Energiekosten gegeben. Allein durch die Umlage für erneuerbare Energien (EEG-Umlage) werde die Zulieferindustrie 2012 mit einer Milliarde Euro belastet.