Vorbach. "Schönheit für Innen" lautet ein Werbespruch von Novem Car Interior Design. Der Zulieferer aus dem süddeutschen Vorbach sieht sich als "Weltmarktführer für Dekorzierteile im Fahrzeuginnenraum". Bei Holzdekorteilen hält Novem Car Interior eigenen Angaben zufolge einen weltweiten Anteil von 40 Prozent. Und "der Kunde will Echtholz", ist sich Peter Mazzucco, Vorsitzender der Geschäftsführung, sicher. "Wir sehen auch in den nächsten zwei Jahren keine Abkehr von diesem Trend", so der Novem-Chef. Auch wenn Novem Dekorteile in Echtholz etwa für den Lincoln Zephyr oder die Cadillac-Modelle DTS und Escalade liefert - "der Holzmarkt ist insbesondere ein europäischer Markt", so Mazzucco. Die größten Kunden sind BMW, DaimlerChrysler und Audi.
Der Zulieferer, vielen in der Branche noch unter dem Namen Empe ein Begriff, gehört seit dem Jahr 2004 dem Finanzinvestor AlpInvest Partners. Weltweit verfügt Novem über ein Netz aus elf Produktionswerken. Der Manager will künftig aber die Aktivitäten in Schwellenländern verstärken. Die Franken fertigen unter anderem bereits in Tegucigalpa (Honduras). Dieses Werk ist mit 900 Mitarbeitern das größte Werk der Vorbacher in einem Niedriglohnland.
Im Geschäftsjahr 2006/2007 (endete am 31. März) erzielte der Zulieferer mit 3600 Mitarbeitern, davon 1200 in Deutschland, einen Umsatz von 260 Millionen Euro. Mazzucco sieht für das laufende Jahr "ein Wachstumspotenzial von drei bis fünf Prozent trotz sinkender Verkaufspreise".
Ein Zukunftsthema ist für den Unternehmenschef die indirekte Beleuchtung von Dekorteilen. Hier arbeitet der Interieur-Spezialist eng mit dem Lippstädter Elektronik-Lieferanten Hella zusammen.
Neben der Kompetenz beim Holz hat Novem in den vergangenen Jahren Know-how beim Werkstoff Aluminium aufgebaut. Derzeit erzielen die Vorbacher rund zehn Millionen Euro Umsatz mit Dekorteilen aus diesem Material. Mazzucco will in drei Jahren den Umsatz mit Aluminiumteilen verdreifachen.