Sparsame und damit umweltfreundlichere Autos müssen für die Autofahrer bezahlbar bleiben. Diese Forderung formulierte Ford-Deutschland-Chef Bernhard Mattes auf dem Automobilwoche Kongress: "Die Kunden erwarten kostenneutrale Lösungen." Der Umwelt sei wenig gedient mit einigen wenigen supersauberen Autos, sondern weit mehr mit dem Einzug spritsparende Techniken im Volumenmarkt.
Deshalb setzt Ford in Europa verstärkt auf hochaufgeladene Benzinmotoren, die rasch in großer Zahl zur Verfügung stehen. Aus dem gleichen Grund sieht Ford auch gute Chancen für Mild-Hybrid-Techniken, die kostengünstig und schnell verfügbar seien. "Unsere Möglichkeiten auf diesen Feldern sind noch bei Weitem nicht ausgeschöpft." Ein Voll-Hybrid dagegen sei in Europa unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten "kein überzeugendes Angebot".
Nachhaltige Fortschritte werde es nur bei einem integrierten Ansatz geben, bei dem Fahrzeughersteller, Mineralölproduzenten und die Politik an einem Strang ziehen, so Mattes. Einen solchen ganzheitlichen Ansatz verfolge Ford bereits mit dem "Product Sustainability Index" (PSI), bei dem es sich um eine nachhaltige Produktentwicklung handle, die diesen Namen auch verdiene. "Uns geht es dabei aber nicht nur um umweltfreundlichere Produkte, sondern generell um umweltfreundlichere Prozesse", hob Mattes hervor.