München. General Motors und Ford bilden derzeit russische Zulieferer in westlichen Standards aus. Hintergrund ist das Problem der beiden in Russland führenden Autobauer aus dem Westen, der Nachfrage im rasant wachsenden russischen Markt aufgrund der wenigen Qualitäts-Zulieferer gerecht zu werden. Nur fünf Prozent der russischen Zulieferer erfüllten nach Angaben des russischen Industrie-Ministeriums westliche Standards. „Wir wollen keine Kompromisse bei der Qualität machen“, betonte der russische Ford-Verkaufschef Arndt Fuhrmann in der Fachzeitschrift Automotive News Europe (ANE). Zwar sei die Überwachung und das Training der russischen Firmen zunächst zeitaufwändig, aber die selbst gesteckten Ziele hinsichtlich der Qualität und der Ausgaben würden dadurch erreicht.
Der europäische GM-Verkaufsleiter Eric Alstrom sagte der ANE, es dauere durchschnittlich drei Monate bis der erforderliche Standard erreicht sei. Die Firma stellt den einheimischen Unternehmen jeweils ein Team zur Seite. Besonders benötige GM Firmen, die den Autobauer mit High-Tech-Komponenten versorgten, sagte Alstrom weiter.