München. Die europäische Autoindustrie ist im ersten Halbjahr 2007 dank der großen Nachfrage aus Osteuropa um 4,4 Prozent auf mehr als 10 Millionen Einheiten gewachsen. Die größten Hersteller des Kontinents - Volkswagen, PSA/Peugeot-Citroen, Ford of Europe und Fiat - konnten deutlich zulegen. General Motors und Renault mussten zwar Einbußen hinnehmen, dank der Beteiligung an Tochtergesellschafter in Osteuropa verzeichneten aber auch diese beiden Unternehmen Gewinne.
In Europa inklusive Russland und der Türkei wurden verglichen mit dem Vorjahreszeitraum 425.279 Wagen mehr produziert, insgesamt 10.085.232. Zwei Drittel der gesamten Zuwächse wurden dabei mit Autos erreicht, die in Mittel- und Osteuropa hergestellt wurden, wie etwa der Fiat Panda und Audi TT. Andere Modelle, die zugleich in Ost und West gebaut werden, wie etwa der Peugeot 207, verzeichneten ebenfalls ein Plus. Arndt Ellinghorst, Chefanalyst für die Autobranche bei Credit Suisse in London, sagte ANE: "Schauen wir, ob das Wachstum der großen Marken außerhalb Westeuropas zu höheren Gewinnen führt".