München. In den möglichen Verkauf des Automobilzulieferers Siemens VDO durch den Mutterkonzern Siemens kommt Bewegung. Nach Informationen aus Analystenkreisen, die Automobilwoche zugetragen wurden und bereits gestern Abend (17. 7.) exklusiv auf der Internetseite www.automobilwoche.de zu lesen waren, hat der Vorstand von Siemens VDO am Montag (16. 7.) vor ausgewählten Bankenvertretern die Eckdaten eines denkbaren Börsengangs der Siemens-Sparte präsentiert. Zu den Geldinstituten, die darauf hoffen, im Falle eines Initial Public Offering (IPO) als Finanzpartner engagiert zu werden und an dem vertraulichen Treffen im Raum Regensburg beteiligt waren, zählen nach Angaben eines Insiders unter anderem die Deutsche Bank, die Commerzbank und HSBC.
Parallel zu der IPO-Option prüft die Siemens-VDO-Führung mit Nachdruck einen Verkauf des Zulieferers an interessierte Wettbewerber. Die besten Chancen rechnen sich dabei der deutsche Continental-Konzern sowie das US-Unternehmen TRW aus. Nach Informationen von Automobilwoche will Siemens VDO schon bis zum Freitag dieser Woche (20. 7.) alle wesentlichen Informationen der beiden potenziellen Käufer zusammengetragen und aufbereitet haben, um im Hinblick auf die Aufsichtsratssitzung der Siemens AG am kommenden Mittwoch (25. 7.) eine eigene Handlungsempfehlung abgeben zu können.