München. Die Ankündigung der in München ansässigen Firma China Automobile Deutschland, der Autos aus chinesischer Fertigung auf der IAA zu zeigen, hat die Diskussion um Produktpiraterie neu entfacht. Der Grund: Alle drei Fahrzeuge sehen bekannten Produkten zum verwechseln ähnlich. Der Geländewagen CEO ähnelt in der Seiten- und Heckansicht stark dem BMW X5 der ersten Generation. Der Noble orientiert sich stark am Smart Fortwo. Das dritte Modell, der UFO ist eine nahezu originalgetreue Kopie der dreitürigen Version des Toyota RAV4-Vorgängers.
Während BMW und Daimler erwägen, rechtliche Schritte gegen die Hersteller einzuleiten, hat Toyota den Fall offenbar zu den Akten gelegt. Dem Konzern sei das Auto zwar bekannt, doch „die Toyota Motor Corporation hat bereits 2005 entschieden, nichts dagegen zu unternehmen“, sagt ein Sprecher von Toyota Europa in Brüssel. Derzeit baut Toyota in verschiedenen Jointventures unter anderem die Modelle Prius und Land Cruiser in China. In einer neuen Werk der Tiajin FAW Motor soll künftig neben dem Corolla auch der RAV4 vom Band laufen.