Gelsenkirchen. Das durchschnittliche Rabattniveau im deutschen Neuwagenmarkt ist im Oktober auf 16 Prozent gesunken, ergibt eine Studie des Center Automotive Research (CAR). Im September lag das Rabattniveau noch bei durchschnittlich 16,5 Prozent. Studien-Leiter Ferdinand Dudenhöffer führt den Rückgang vor allem auf zwei Faktoren zurück: "Hauptursache sind die geringeren Rabatte in den offenen Aktionen", sagt Dudenhöffer. Als offene Aktionen sind von den Autoherstellern bundesweit beworbene Rabattaktionen zu verstehen, von denen es im Oktober über 240 gab. Zudem, so Dudenhöffer, würde der Autohandel "mit weniger Tageszulassungen und Vorführwagen die ruinösen Rabatte im deutschen Automarkt eindämmen" wollen.
Dies zeigt sich deutlich im Vergleich der Neuzulassungen in den "sensiblen Vertriebskanälen" Autohandel, Autobauer und Autovermietung. Zwar ließen die Autohersteller im September 2007 um 40,3 Prozent mehr Fahrzeuge auf sich selbst zu. Insgesamt gingen die "sensiblen" Neuzulassungen im Vergleich zu September 2006 jedoch um 3,4 Prozent zurück (siehe nächstes Bild für Details). Hauptverantwortlich für den Rückgang ist der Autohandel, der 10,3 Prozent weniger Fahrzeuge auf sich zuließ. Fahrzeuge aus den so genannten "sensiblen Vertriebskanälen" drücken mittelbar auf die Neuwagenpreise, da die Fahrzeuge nach kurzer Zeit als Vorführwagen, Tageszulassungen oder sehr junge Gebrauchte in den Markt drängen und die Preise für "echte" Neuwagen drücken.