Leverkusen. Ford plant offenbar, Mazda stärker an sich zu binden. „Wir werden die Zusammenarbeit vertiefen“, sagte James Muir, CEO von Mazda Motors Europe gegenüber der Automobilwoche. An den Besitzverhältnissen soll sich jedoch nichts ändern, Ford hält weiterhin eine Sperrminorität von 33 Prozent an dem japanischen Autobauer. „Ford bekommt eine gute Dividende von uns, alleine kann Mazda allerdings nicht leben“, erklärt Muir. Die Japaner entwickeln derzeit federführend eine neue Generation von Vierzylinder-Benzinmotoren, die im gesamten Ford-Konzern zum Einsatz kommen werden. „Downsizing ist dabei durchaus ein Thema“, betont Muir.
Ford und Mazda sind angesichts der neuen Triebwerke von Volkswagen und Opel unter Zugzwang geraten. Während letztere bereits effiziente, aufgeladene Triebwerke im Angebot haben, arbeiten in Mazda- und Ford-Modellen noch großvolumige Saugmotoren mit einer relativ mageren Leistungsausbeute. „Wir müssen künftig auch eine breitere Palette an Triebwerken anbieten können“, ergänzt Muir. Um dennoch vor dem Hintergrund der Umweltdiskussion am Markt bestehen zu können, haben sich die Japaner zunächst dem Leichtbau verschrieben. So ist der neue Mazda6 trotz gewachsener Dimensionen je nach Ausstattung um bis zu 35 Kilogramm leichter geworden. Darüber hinaus gelang es den Ingenieuren, den Cw-Wert von 0,30 auf 0,27 zu senken. Muir verspricht außerdem, „ein Start-Stopp-System anzubieten“.