Krefeld. Acht Monate nach der Insolvenz des Autohauses Kuhn ist der Standort Krefeld nun wieder mit den Marken Ford und Volvo besetzt. Neuer Vertriebspartner ist das Autohaus Link. Rund 400.000 Euro investierte das Unternehmen, das seit 50 Jahren zur Tölke & Fischer-Gruppe gehört, in den Umbau eines ehemaligen Volkswagen-Nutzfahrzeugbetriebes an der Krefelder Heideckstraße.
Insgesamt stehen 4100 Qudratmeter Nutzfläche zur Verfügung, die Ford-Ausstellung umfasst 1000 Quadratmeter, die Volvo-Modelle werden auf 400 Quadratmetern präsentiert. In der Startphase beschäftigt das Autohaus 25 Mitarbeiter, mittelfristig soll diese Zahl verdoppelt werden. Konkrete Absatzziele wollte Geschäftsführer Detlev Tölke nicht nennen. Ford-Vertriebschef Jürgen Stackmann hofft aber, mit dem neuen Vertriebspartner den lokalen Marktanteil in zwei bis drei Jahren wieder auf den Bundesdurchschitt von sieben Prozent anheben zu können.
Die Mehrmarkenhandelsgruppe Tölke & Fischer vertreibt insgesamt neun Fabrikate an neun Standorten in Krefeld, Willich, Viersen und Dülken. Dass weitere Marken folgen könnten, schloss Geschäftsführer Tölke nicht aus. Die Gruppe beschäftigt derzeit 380 Mitarbeiter und setzt rund 150 Millionen Euro im Jahr um. Pro Jahr werden insgesamt rund 8500 Neu- und Gebrauchtwagen verkauft. Unter dem Firmennamen Autohaus Link führt die Gruppe alle Marken, die nicht zum Volkswagen/Audi-Konzern gehören.