Hamburg. Volkswagen hat in den vergangenen zwei Jahren mehrere Zehntausend Neuwagenkäufer von deutschen und europäischen Wettbewerbern erobert - allen voran von Opel und Vauxhall. Wie eine VW-interne Analyse zu sogenannten Kundenwanderungen in Europa, die "Automobilwoche Online" exklusiv vorliegt, zeigt, konnte die Wolfsburger Kernmarke im Untersuchungszeitraum 2005/2006 rund 61.200 Fahrer eines Opel/Vauxhall von den Vorzügen eines neuen Volkswagens überzeugen. Umgekehrt hat VW in den beiden Vorjahren lediglich 44.700 Stammkunden an Opel und die britische Schwestermarke verloren, woraus sich für VW ein positiver Saldo von 16.500 Einheiten ergibt.
Zahlreiche Kundeneroberungen hatte VW im direkten Vergleich zu ausgesuchten Wettbewerbern auch vom französischen Renault-Konzern (Positivsaldo: 11.900 Fahrzeuge) sowie von den Volumenproduzenten Ford (+10.400) und Fiat (+9100) zu verzeichnen. "Bei Fahrern französischer Autos ist es oft die unschöne Erfahrung eines überproportional hohen Wertverlusts, der Interessenten beim nächsten Mal in unseren Schauraum führt", erklärte ein norddeutscher VW-Händler auf Anfrage. "Im Fall Fiat wiederum haben viele genug vom italienischen Qualitätsverständnis früherer Zeiten und suchen nun bei VW nach einem grundsoliden Automobil".
Weit weniger erfreulich fällt für Volkswagen die massive Abwanderung von Kunden zum japanischen Konkurrenten Toyota aus. Während VW in den Jahren 2005/2006 rund 9700 Toyota-Fahrer erobern konnte, verlor die Traditionsmarke im Gegenzug nicht weniger als 35.600 VW-Eigner an den mittlerweile weltgrößten Pkw-Hersteller. Der Negativsaldo gegenüber Toyota: 25.900 Fahrzeuge.